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Ein historischer Erfolg
Der Zürcher Kantonsrat hat der Wiedereinrichtung der SUZ zugestimmt. Damit erhält die Uni Zürich seit über 30 Jahren wieder eine öffentlich-rechtlich organisierte Studierendenvertretung.
«Es ist ein historischer Tag heute. Ich habe über 30 Jahre darauf gewartet», sagt Maximilian Jäger, der Vertreter des Rektors der Uni Zürich. Jäger war 1977 als der damalige Erziehungsdirektor die verfasste Zwangskörperschaft für illegal erklärte und auflöste noch selbst Student an der Uni Zürich. Danach hat er als Delegierter des Rektors immer wieder Bemühungen von Studierenden unterstützt, diese verfasste Körperschaft wiedereinzurichten. Nach mehreren erfolglosen Versuchen ist es dem StuRa – der heutigen Studierendenvertretung, die von der Uni abhängig ist – nun gelungen, den Kantonsrat zu überzeugen. Er hat mit 99 zu 72 Stimmen für die Wiedereinrichtung einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft der Studierenden gestimmt.
SUZ ab dem Herbstsemester 2012
StuRa-Präsident Martin Roeck und seine Kolleginnen und Kollegen sind erleichtert. Es ändere sich vorerst nicht viel, doch es werde auf jeden Fall alles ein bisschen besser, versichert Roeck und sagt: «Wir können nun Dienstleistungen wie ein studentisches Café, Partyräume oder weitere Krippenplätze zur Verfügung stellen.» Die Fachvereine bleiben weiterhin eigenständig, sie haben aber nun mit der SUZ eine Vertreterin, die mehr zu sagen hat und auch alles sagen kann, was sie möchte, ohne dass sie befürchten muss, dass die Uni ihr Budget kürzt. Das Budget finanzieren künftig die Studierenden welche sich entscheiden, Mitglied bei der verfassten Studentenschaft zu sein. So sollen alle Studierenden bereits bei der Einschreibung für das Herbstsemester 2012 die Möglichkeit erhalten, Mitglied bei der SUZ zu werden. Der Mitgliederbeitrag wird zu den Studiengebühren dazugerechnet und beträgt maximal 14 Franken pro Studentin und Student.
Die SUZ wird dann in einem Semester – je nach dem wie viele Studierende dann Mitglied sind – doppelt so viel Geld zur Verfügung haben, wie sie heute in einem ganzen Jahr investieren kann.
Doch erst einmal müssen die rechtlichen Grundlagen erarbeitet werden und auch sonst wartet noch viel Arbeit auf Martin Roeck und sein Team. An Ideen und motivierten Studierenden fehlt es nicht.
Der Grundstein ist gelegt
«Es ist eine Menge Arbeit», gibt Maximilian Jaeger zu Bedenken. Doch er ist zuversichtlich, dass die Lancierung der SUZ noch 2012 gelingen kann. Er selbst wir dann die Uni Zürich verlassen haben – die Uni an der er studiert, den Fall der SUZ miterlebt und sich als Vertreter der Unileitung Jahrzehnte lang für eine Wiedereinrichtung eingesetzt hat. Dass der Grundstein für eine SUZ noch vor seiner Pension gelegt werden konnte, freut ihn ungemein. Dass die verfasste Studentenschaft auch tatsächlich eingerichtet wird und erfolgreich sein kann, liegt nun am StuRa und an der aktiven Beteiligung aller Studierenden der Uni Zürich.
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