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Volpone
Wir verlosen 3 x 2 Tickets für die Vorstellung am 6. Mai im Schauspielhaus.
Es ist ein zeitloses Stück. Und was könnte es Zeitloseres geben als das Geld. Werner Düggelin inszeniert die Komödie Volpone des englischen Bühnenautors Ben Jonson mit wenigen Mittel eindrücklich. Es ist eine dieser Komödien, die zwar lustig aber keineswegs erheiternd sind. Das Stück beginnt verspielt, von einer fröhlichen Musik begleitet fährt der junge Gehilfe Mosca (Johannes Zirner) in einem Rollstuhl um den reichen Venezianer Volpone (André Jung) herum. Ein Gegensatz zu dieser grundheiteren Stimmung bildet der von schwarzen Wolken dominierte Hintergrund. Die Sonne tritt während dem ganzen Stück nie hervor. Volpone beginnt mit einer Ode an das liebe Gold, von dem er so viel besitzt. Er schwärmt vom Gold, das die Krone aller Dinge sei und für das die Menschen alles tun – «das Gold ist Tugend, Ruhm und Ehre». Dies nutzt Volpone schamlos aus. Er mimt den Sterbenden und lässt die habgierigen Carbaccio (Siggi Schwientek), Voltore (Ludwig Boettger) und Corvino (Markus Scheumann) um seine Gunst buhlen. Die drei schenken dem vermeintlichen Todkranken Goldbarren, Münzen und Diamanten, damit er sie als jeweils alleinigen Erben einsetzt. Doch es ist ein gefährliches Spiel, das Volpone da treibt und am Ende steht er ohne etwas da – wie so viele vor ihm, ist auch er über seinen Übermut gestolpert. So bleibt dem Publikum nur ein leeres Schlucken – Eine Ambivalenz zwischen Fluch und Segen, wie sie nur das Geld haben kann. Düggelin sieht sein Stück nicht als einen Kommentar zur Finanzkrise, oder «höchstens in zweiter Linie». Kommentare sind auch zu kurzlebig – das 400 Jahre alte Stück hingegen noch immer brandaktuell.
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