Die Kommunisten des 21. Jahrhunderts

Von Lidia Peters, 13. Dezember 2011

Auf der ganzen Welt gehen Occupy- Aktivisten auf die Strasse. Fragt  man die Neinsager nach ihren konkreten Zielen, geben sie oft ganz unterschiedliche Antworten.

  • (Bild: christoph-pfluger.ch)

Die Idee von Occupy ist: „Wir sehen als Einzelne Probleme, die wir nicht als Einzelne lösen können. Also müssen wir uns zusammenschliessen, um gemeinsam ein Ziel zu erreichen.“ Mit diesem Motto wehren sich Aktivisten gegen die ungleichen Machtverhältnisse in der Gesellschaft. Betont wird ihr Protest mir Sprüchen wie “Wir sind 99 Prozent.“

Damit die Bewegung nicht auf leeren Worten basiert, versuchen die Protestierenden eine vorbildliche Funktion einzunehmen. So erklären die Zürcher Occupy- Aktivisten zum Beispiel: „Die Occupy Paradeplatz-Bewegung versteht jedes Mitglied der Gesellschaft als gleichberechtigt. Jeder Mensch besitzt aufgrund seines Menschseins den selben Wert. Wir schliessen niemanden aus.“

Das klingt zwar alles sehr verlockend. Doch genau diese Offenheit hat zu einem Durcheinander geführt. Jeder scheint in Zürich für seinen eigenen Zweck zu protestieren. In diesem bunten Chaos befasst sich kaum noch jemand  mit konkreten Problemstellungen und realistischen Lösungen. Viel mehr wirken die Forderungen der Aktivisten idealistisch und wirklichkeitsfern.

Kommunistische Ideen als Hoffnungsträger

Verfolgen die Aktivisten etwa die gleichen Ziele wie damals die Kommunisten: Neuverteilung des Einkommens, Gleichheit und Fairness? In der Printausgabe der «Basler Zeitung» vom 12. November kritisiert der amerikanische Historiker Ronald Radosh unter dem Titel «Der stete Charme des Kommunismus» mit  scharfen Worten die Motive der Occupy –Bewegung.

Laut Radosh sorgt die momentane Krisenzeit für Empörung und  kommunistische Ideen werden somit zu Hoffnungsträgern. Vergessen gehe dabei allerdings, dass der Kommunismus durchwegs totalitären Charakter annahm. Jedoch muss klar betont werden, dass die Aktivisten wohl an die Kommunisten der Vergangenheit erinnern, sich selbst aber nicht als Kommunisten bezeichnen. Auffällig ist jedoch, dass selbsterklärte Anarchisten, Sozialisten, Radikale verschiedener Richtungen, Antisemiten und Mitglieder verschiedener ultralinker Gruppen am meisten Beachtung finden. Es ist also fraglich wie diese uneinheitliche Gruppierung die Gesellschaft verändern möchte.

Kommentare:

  • Ich muss dem zweiten Kommentar zustimmen. Der Artikel ist, unabhängig ob man Occupy gut oder schlecht findet, nach journalistischen Massstäben einfach nur schlecht. Er wirkt so als ob er in sehr kurzer Zeit geschrieben worden wäre, wie eine Ansammlung von nicht zu Ende gedachten Gedanken.
    F, 19.01.12 (vor 1 Monat)
  • Naja, die Occupy - Bewegung wirkt schon ziemlich uneinheitlich und führungslos. Zudem scheint es als würden viele "Aktivisten" selber nicht genau wissen welches Ziel sie verfolgen. Es gibt einfach viele Mitläufer in dieser Bewegung. Daher ist es gar nicht einfach den Sinn der Aktion in Worten zu fassen. Ich denke die Bewegung ist so organisiert (oder eben nicht organisiert), dass sie Fragen aufwirft. ^^
    ZK40, 15.12.11 (vor 2 Monat)
  • "Die Kommunisten von damals": Wer soll denn das bitteschön sein? Der Text tönt wie ein flüchtig aufnotierte Gedanke, null Recherche oder vertiefte Reflexion. Sowohl die verschiedenen Occupy-Bewegungen in den vielen Ländern als auch die "Kommunisten" werden auf einigen Zeilen einfach pauschalisiert. Diese Zeilen werfen unzählige Fragen auf, beantworten aber keine einzige.
    MrLenin, 15.12.11 (vor 2 Monat)
  • Ausgezeichneter Artikel!
    Der Vergleich mit den Kommunisten hat mir besonders gefallen. So eine Bewegung ohne gemeinsame Ziele, ohne führende Stimme und Leitung geht nicht weit.
    Hatus, 14.12.11 (vor 2 Monat)

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